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Saubere Luft spart Heizenergie

Der Preis für gute Luft

Wo sich viele Menschen aufhalten, gelangen kontinuierlich Aerosole und Mikroorganismen in die Raumluft. Der klassische Weg, ihre Konzentration zu reduzieren, ist ein entsprechend hoher Luftwechsel: belastete Raumluft hinaus, frische Außenluft hinein.

Energetisch ist das nicht kostenlos. Im Winter muss jeder Kubikmeter Außenluft auf Raumtemperatur gebracht werden. Die überschlägige Heizleistung beträgt:

  • P = 0,34 × Luftmenge × Temperaturdifferenz
  • Bei 3.200 m³/h Außenluft und einer Temperaturdifferenz von 20 K ergibt das:
  • 0,34 × 3.200 × 20 = 21.760 W ≈ 21,8 kW Heizleistung.

Selbst bei einer Wärmerückgewinnung von beispielsweise 80 % verblieben rechnerisch noch rund 4,4 kW thermischer Leistungsbedarf – zuzüglich Ventilatorenergie und weiterer Anlagenverluste.

UV-C: hygienische Luftleistung mit vergleichsweise wenig Energie

Genau hier wird Luftentkeimung auch energetisch interessant. UV-C-Strahlung kann Viren, Bakterien und andere Mikroorganismen inaktivieren; entscheidend sind unter anderem Bestrahlungsintensität, Einwirkzeit und Luftführung. Umweltbundesamt

Wie groß der Unterschied sein kann, zeigt ein Forschungsbeispiel: Ein UV-C-System benötigte 216 W elektrische Leistung und erreichte eine äquivalente gereinigte Luftleistung von etwa 3.200 m³/h. MDPI Dem stehen in unserem vereinfachten Winterbeispiel 21,8 kW Heizleistung ohne Wärmerückgewinnung bzw. 4,4 kW bei angenommener 80-prozentiger Wärmerückgewinnung gegenüber.

Das macht die Größenordnung deutlich: Luft hygienisch zu behandeln kann wesentlich weniger Energie erfordern, als dieselbe Luftmenge ständig durch kalte Außenluft zu ersetzen und wieder zu erwärmen.

Für TGA-Planer eine zusätzliche Stellschraube

Natürlich ersetzt Luftentkeimung die Außenluft nicht vollständig. CO₂, Feuchtigkeit, Gerüche und andere Schadstoffe müssen weiterhin berücksichtigt werden. Ist jedoch die hygienische Belastung ein wesentlicher Grund für hohe Luftwechselraten, kann UV-C eine zusätzliche planerische Stellschraube sein.

Damit wird Lufthygiene auch zum Energiethema: Nicht mehr Luft bewegen und konditionieren als erforderlich – sondern dort, wo es sinnvoll ist, die vorhandene Luft gezielt hygienisch behandeln.

oxytec unterstützt TGA-Planer bei der Auslegung von UV-C-Systemen und bei der Frage, wie sich Lufthygiene, notwendiger Außenluftanteil und Energieverbrauch sinnvoll miteinander verbinden lassen.