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CAS108-95-2
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Strukturformel
Ar–OH
Phenole aus der Abluft entfernen
Was möchten Sie wissen?
Was sind Phenole?
Phenole sind aromatische Verbindungen, die eine Hydroxylgruppe (–OH) direkt an einen aromatischen Ring gebunden haben. Diese besondere Struktur verleiht ihnen sowohl die Eigenschaften von Alkoholen als auch die Reaktivität aromatischer Systeme. Phenole finden breite Anwendung in der chemischen Industrie, unter anderem als Zwischenprodukte bei der Herstellung von Kunststoffen, Harzen, Weichmachern, Antioxidantien und pharmazeutischen Wirkstoffen.
Entstehung
Industriell wird Phenol vor allem über das Cumolhydroperoxid-Verfahren hergestellt, bei dem Cumol (Isopropylbenzol) zu Cumolhydroperoxid oxidiert und anschließend zu Phenol und Aceton gespalten wird. Andere Phenole entstehen durch Hydrolyse von Halogenaromaten unter alkalischen Bedingungen oder durch Extraktion aus Steinkohlenteer. In der Natur kommen Phenole in Pflanzen vor und dienen dort unter anderem als Abwehrstoffe und Farbstoffe.
Erkennung
Phenole sind meist farblose bis schwach rosafarbene, kristalline Feststoffe oder ölige Flüssigkeiten mit charakteristischem, stechendem bis süßlichem Geruch. Viele Phenole sind in Wasser nur mäßig löslich, jedoch gut löslich in organischen Lösungsmitteln. Sie sind schwache Säuren und können mit Basen Salze (Phenolate) bilden. Phenole neigen bei Lufteinwirkung zur Oxidation, was zu einer Farbveränderung führen kann.
Grenzwerte
Für Phenol gilt in der EU ein Arbeitsplatzgrenzwert von 2 ppm (8 mg/m³). Cresole haben je nach Isomer Grenzwerte zwischen 5 und 20 ppm. Aufgrund der möglichen Hautresorption gelten für Phenole zusätzliche Arbeitsschutzmaßnahmen, wie geschlossene Systeme oder Schutzhandschuhe mit hoher chemischer Beständigkeit.
Gefahren
Phenole sind stark ätzend und können bereits in geringen Mengen schwere Haut- und Augenschäden verursachen. Bei Hautkontakt wird Phenol schnell resorbiert und kann systemische Vergiftungen hervorrufen, die das zentrale Nervensystem, Herz und Nieren beeinträchtigen. Phenoldämpfe reizen die Atemwege, und einige substituierte Phenole stehen im Verdacht, krebserzeugend zu wirken. In der Umwelt sind Phenole giftig für Wasserorganismen und können durch ihre Persistenz Ökosysteme belasten.
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