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CAS78-93-3
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Strukturformel
C₄H₈O (CH₃–CO–CH₂–CH₃)
Methylethylketon (MEK) aus der Abluft entfernen
Was möchten Sie wissen?
Was ist Methylethylketon?
Methylethylketon, auch bekannt als Butanon, ist ein farbloses, leicht flüchtiges Keton mit charakteristischem, süßlich-scharfem Geruch. Es wird hauptsächlich als Lösungsmittel in der Lack-, Klebstoff-, Druckfarben- und Kunststoffindustrie eingesetzt. MEK zeichnet sich durch gute Lösungseigenschaften für viele Kunststoffe, Harze und Öle aus und wird aufgrund seiner schnellen Verdunstungsgeschwindigkeit besonders in Prozessen mit kurzen Trocknungszeiten genutzt.
Entstehung
MEK wird industriell überwiegend durch Dehydrierung von 2-Butanol hergestellt, wobei als Nebenprodukt Wasser entsteht. Weitere Herstellungsverfahren umfassen die katalytische Oxidation von n-Butan oder Butenen. In geringem Umfang kommt MEK auch natürlich in Lebensmitteln wie Butter oder einigen Früchten vor.
Erkennung
MEK ist eine klare, farblose Flüssigkeit mit einem markanten, süßlich-scharfen Geruch, der bereits in niedrigen Konzentrationen wahrnehmbar ist. Es ist leicht entflammbar, gut mit Wasser mischbar und löst viele organische Materialien. Aufgrund seiner hohen Flüchtigkeit verdampft MEK schnell bei Raumtemperatur, was bei unzureichender Belüftung zu einer raschen Anreicherung in der Raumluft führen kann.
Grenzwerte
Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für MEK liegt in der EU bei 200 ppm (600 mg/m³) als zeitgewichteter Mittelwert über acht Stunden. Kurzzeitwerte dürfen 300 ppm (900 mg/m³) nicht überschreiten. Aufgrund der flüchtigen und reizenden Eigenschaften ist eine gute technische Lüftung bei der Arbeit mit MEK erforderlich.
Gefahren
MEK wirkt reizend auf Augen und Atemwege. Bei längerer oder wiederholter Exposition können Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit und in hohen Konzentrationen zentrale Nervensystem-Störungen auftreten. Hautkontakt kann zu Austrocknung und Rissen führen. MEK ist leicht entflammbar und bildet mit Luft explosionsfähige Gemische. In der Umwelt ist es biologisch abbaubar, kann aber bei hohen Konzentrationen Wasserorganismen schädigen.
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