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CAS75-09-2
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Strukturformel
CH₂Cl₂
Dichlormethan (DCM) aus der Abluft entfernen
Was möchten Sie wissen?
Was ist Dichlormethan?
Dichlormethan, auch bekannt als Methylenchlorid, ist eine farblose, flüchtige Flüssigkeit mit einem süßlichen, chloroformähnlichen Geruch. Es wird in der Industrie hauptsächlich als Lösungsmittel eingesetzt, etwa in Lackabbeizern, Klebstoffen, Entfettungsmitteln und in der pharmazeutischen Herstellung. Aufgrund seiner hohen Lösekraft und moderaten Verdampfungsrate ist es für viele Anwendungen geeignet, wird jedoch aufgrund gesundheitlicher Risiken zunehmend reguliert.
Entstehung
Dichlormethan wird industriell durch Chlorierung von Methan oder Chloromethan bei erhöhter Temperatur hergestellt. Dabei entstehen neben DCM auch andere Chlorierungsprodukte wie Chloroform und Tetrachlormethan, die durch Destillation getrennt werden.
Erkennung
DCM ist eine klare, leicht flüchtige Flüssigkeit mit einem charakteristischen, süßlichen Geruch, der in niedrigen Konzentrationen wahrnehmbar ist. Es ist schlecht wasserlöslich, aber gut löslich in den meisten organischen Lösungsmitteln. Aufgrund seiner hohen Flüchtigkeit verdampft es schnell bei Raumtemperatur und kann bei unzureichender Belüftung rasch hohe Luftkonzentrationen erreichen.
Grenzwerte
Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für Dichlormethan liegt in der EU bei 100 ppm (350 mg/m³) als zeitgewichteter Mittelwert über acht Stunden. Kurzzeitige Expositionen sollten minimiert werden. Aufgrund seiner potenziell krebserzeugenden Eigenschaften sind in vielen Ländern zusätzliche Arbeitsschutzmaßnahmen vorgeschrieben.
Gefahren
DCM kann beim Einatmen, Verschlucken oder Hautkontakt gesundheitsschädlich wirken. Es reizt Augen und Atemwege und kann Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit sowie zentrale Nervensystem-Störungen verursachen. Im Körper kann DCM zu Kohlenmonoxid metabolisiert werden, was die Sauerstoffversorgung des Blutes beeinträchtigen kann. Bei langfristiger Exposition besteht ein Krebsrisiko. In der Umwelt ist DCM flüchtig und kann zur Luftbelastung beitragen, ist jedoch im Wasser relativ schnell abbaubar.
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