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In bestehenden Gastronomieobjekten scheitert eine leistungsfähige Küchenabluft häufig an den baulichen Randbedingungen. Zu kleine Wanddurchführungen, begrenzte Kanalquerschnitte, enge Platzverhältnisse und denkmalrechtliche Vorgaben führen dazu, dass die erforderlichen Luftmengen nicht zuverlässig erfasst und abgeführt werden können.

Die Folge sind:

  • unzureichende Erfassung thermischer und stofflicher Lasten
  • Austritt von Fett, Rauch und Geruch in die Küche
  • Übertragung der Geruchsbelastung in den Gastraum
  • unzureichende Geruchsreduzierung im Außenbereich
  • Beschwerden von Gästen oder Anwohnern

Der Anwendungsfall Stickerei St. Gallen zeigt, wie sich eine technisch belastbare Lösung auch unter engen baulichen Einschränkungen realisieren lässt.

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Kompakte Gastronomieküche mit unzureichender Abluftleistung

Im betrachteten Objekt handelte es sich um die Küchenabluft eines stark frequentierten Restaurants in St. Gallen. Die bestehende Abluftführung war aufgrund des vorhandenen Leitungsquerschnitts und der angeschlossenen Dachentlüftung nicht ausreichend dimensioniert. Der anfallende Küchendunst konnte nicht vollständig abgeführt werden.

Die Probleme

  • Geruchsausbreitung aus der Küche in den Gästebereich
  • Festsetzen von Geruch in Kleidung
  • unzureichende Erfassung von Blaurauch und Fettpartikeln
  • sinkende Aufenthaltsqualität für Gäste
  • wirtschaftlicher Druck durch Beschwerden

Die Herausforderungen

Bei limitierter baulichen Möglichkeiten musste ein zuverlässiges Abluftsystem geschaffen werden, das den Anforderungen einer hochfrequentierten Profiküche gerecht wird:

  1. Den erforderlichen Volumenstrom sicherstellen
  2. Fett- und Rauchbelastung reduzieren,
  3. die Geruchsfracht vor dem Luftaustritt wirksam minimieren,
  4. die gesamte Lösung in den geringen Einbauraum integrieren.

Technische Zielsetzung

Für das Projekt ergaben sich im Wesentlichen vier technische Ziele:

  1. Anpassung des Luftvolumenstroms an den realen Bedarf von 3300 m³/h
    Ziel war eine Erhöhung auf einen praxisgerechten Wert, ohne die vorhandene Maueröffnung zu erweitern.
  1. Sichere Erfassung der Küchenabluft direkt an der Quelle
    Fett, thermische Lasten und Geruchsstoffe sollten bereits im Bereich der Haube wirksam erfasst werden, um eine Ausbreitung in Küche und Gastraum zu verhindern.
  1. Reduktion der Außenemissionen
    Weil das erforderliche Luftvolumen die Kapazitäten der vorhanden Dachlösung deutlich überschritt, musste eine Alternative gefunden werden.Die Abluft tritt unmittelbar über einem Wohnblock aus. Deswegen war eine Geruchsbelästigung für die Anwohner mit der Dachableitung nicht auszuschließen.Die Geruchsfracht musste bereits vor dem Austritt deutlich abgesenkt werden, so dass außen von dem Gastronomiebetrieb nichts zu bemerken war.
  1. Integration in eine beengte Bestandssituation
    Die Gesamtanlage mit einer kurzen Kanalführung musste in der engen Küche mit untergebracht werden.

Umgesetzte Lösung: Haube mit nachgeschalteter Plasmaeinheit

Die realisierte Systemlösung bestand aus einer kombinierten Erfassungs-, Vorbehandlungs- und Geruchsreduktionsstufe.

Eingesetzte Komponenten

  • oxytec Trapezhaube
  • leistungsfähige Kombifilter
  • aufgesetzte Plasmaanlage mit
    • Mesch- und Schwammfilter
    • Elektrostat
    • Plasma-Elektrode
    • Aktivkohle
  • kurzer Abluftkanal
  • Auslass über das Fensteroberlicht in den Innenhof

Eingesetzte Produkte

  • CAP 3000 ES+
  • WHT

Technische Eckdaten

  • Volumenstrom: 3300 m³/h
  • maximaler Druckverlust: 150 Pa
  • Haubenabmessung: 3200 × 1100 × 300 mm
  • Anzahl Abscheider: 6

Die Kombiabscheider nehmen bereits große Teile der Aerosole aus der Abluft heraus.
Mesch- und Schwammfilter schützen die Plasmaanlage.
Die elektrostatische Stufe übernimmt die Abscheidung relevanter Rauch- und Partikelanteile. Die nachgeschaltete Plasmaeinheit reduziert die Fett- und Geruchsfracht auf ein Minimum, bevor die Luft über den kurzen Leitungsweg ausgetragen wird.

Einbausituation: Platzsparende Integration im Bestand

Ein wesentlicher Vorteil der Lösung lag in der kompakten Einbaulogik. Die Plasmaeinheit wurde direkt oberhalb der Haube und unterhalb der Decke montiert. Dadurch konnte die zusätzliche Reinigungstechnik ohne separate große Geräteaufstellung integriert werden.

Bauliche Vorteile der Lösung

  • keine aufwändige Neuerschließung einer Dachabluft
  • keine Vergrößerung der bestehenden Außenöffnung erforderlich
  • keine großvolumige Kanalführung durch das Gebäude
  • baulich sensible Integration im Denkmalschutz

Der Luftauslass über ein Fensteroberlicht zeigt, dass auch unkonventionelle, aber technisch plausible Lösungen möglich sind, wenn Erfassung, Luftmenge und Luftreinigung systemisch aufeinander abgestimmt werden. Von außen ist der Auslass kaum zu bemerken.

Lufttechnische Wirkung der Anlage

Mit dem signifikant erhöhten Luftvolumen und deutlich effektiveren Abscheidern entstand ein sehr leistungsfähiges System:

  • keine Geruchswahrnehmung in der Küche
  • keine Geruchswahrnehmung im Gastraum
  • trotz seitlicher Führung der Abluft keine wahrnehmbare Geruchsbelastung im Außenbereich der Wohnanlage
  • kein Eindringen von Blaurauch, Fett und Gerüchen in den Arbeitsbereich
  • deutliche Verbesserung des Arbeitsklimas

Technische Erkenntnisse aus dem Projekt

Der Fall Stickerei St. Gallen zeigt mehrere wichtige Punkte für die Planung von Gastronomieküchen im Bestand:

  1. Für die Planung von Küchenabluft ist nicht nur die Luftmenge entscheidend

Ebenso wichtig ist die Kombination aus:

  • wirksamer Erfassung
  • Fett- und Partikelabscheidung
  • Geruchsreduktion
  • angepasster Luftführung
  1. Dachabluft ist nicht immer alternativlos

Wenn eine ausreichende Emissionsminderung erreicht wird, können unter geeigneten Randbedingungen auch seitliche oder kurze Austrittsführungen technisch sinnvoll sein.

Es ist besser seitlich gründlich vorgereinigte Abluft abzugeben, als immer noch riechende Abluft über das Dach zu leiten, wo es die Bewohner immer noch beeinträchtigen kann.

  1. Kompakte Systemintegration ist planungsentscheidend

Gerade in kleinen oder nachträglich umgebauten Küchen entscheidet oft nicht die Technologie allein, sondern deren platzsparende Einbindung in die vorhandene Struktur.

Dabei ist auch der Wartungszugang einzuplanen.

Eine Lösung für ähnlich gelagerte Fälle

Die hier gezeigte technische Lösung ist insbesondere dort interessant, wo folgende Randbedingungen vorliegen:

  • Restaurantküche im Altbau
  • Denkmalschutzauflagen
  • zu kleiner Leitungsquerschnitt
  • unzureichende bestehende Dachabluft
  • Geruchsprobleme im Gastraum
  • Beschwerden von Gästen oder Anwohnern
  • geringe Einbauhöhe
  • kein Platz für große externe Ablufttechnik

Wartung und Betrieb

Auch der Betrieb der Anlage ist klar strukturiert.

Betreiberseitig

  • tägliche Reinigung der Fettabscheider
  • wöchentliche Kontrolle der Schwamm- und Meshfilter
  • Reinigung bei Bedarf

Fachseitig durch oxytec / Lüftungsbauer

  • technische Kontrolle und Reinigung der Anlage zweimal pro Jahr
  • alle 5-8 Jahre Wechsel der Aktivkohle

Damit bleibt die Funktion der Anlage langfristig gesichert und der Wartungsaufwand kalkulierbar.

Technische Anfrage für Ihr Objekt

Wenn in Ihrem Restaurant

  • die Luftmenge nicht ausreicht,
  • Gerüche in den Gastraum ziehen,
  • eine Vergrößerung des Auslasses nicht möglich ist
  • oder eine Dachabluft nur mit hohem Aufwand realisierbar wäre,

prüfen wir gern die technische Machbarkeit einer kompakten Abluftlösung für Ihren Bestand.

Die oxytec Lösung: Haube mit nachgeschalteter Plasmaeinheit

Die platzsparende Wandhaube in Trapezform

Die oxytec Wandhaube WHT nutzt den vorhandene Kopfraum optimal aus und ermöglicht es damit, im Luftraum darüber eine komplette Plasma-Reinigungsanlage unterzubringen. Mit sechs 2stufigen Kombiabscheidern wird die Abluft bereits sehr gut gefiltert und von Fett weitgehend befreit.

WHK

Wandhaube in Kasten-, Trapez- oder Sprungform

Die mehrstufige Plasma-Anlage Cap 300 ES+

Die Anlage besteht aus einer weiteren Vorfilterstufe aus einem Mesch- und einem Schwammfilter. Danach folgt ein Elektrostat, der Blaurauch und Partikel aus dem Luftstrom herausfiltert. Die Plasma-Elektrode wandelt die letzten Reste in unschädliche Luftbestandteile um. Der nachgelagerte Aktivkohlefilter verhindert den eventuellen Austritt freier Radikale und rundet das Reinigungssystem damit ab.

CAP 2000 – 36000

Plasmaanlage zur effektiven Neutralisierung von Geruch und Schadstoffen

Weitere Einsatzbereiche

Fazit aus technischer Sicht

Der Anwendungsfall zeigt, dass sich selbst bei sehr ungünstigen Rahmenbedingungen eine wirksame professionelle Küchenabluft realisieren lässt.

Entscheidend ist eine technische Lösung, bei der Erfassung, Luftmenge, Vorabscheidung, Geruchsreduktion und Luftauslass als Gesamtsystem ausgelegt werden.

FAQ – häufige Fragen

Was passiert, wenn der Leitungsquerschnitt für die Küchenabluft zu klein ist?

Dann kann die erforderliche Luftmenge oft nicht zuverlässig abgeführt werden. Die Folge sind Geruch, Rauch, Fettbelastung und eine unzureichende Erfassung der Abluft direkt an der Quelle.

Kann eine Plasmaanlage in einer Restaurantküche Gerüche wirksam reduzieren?

Ja, insbesondere in Kombination mit vorgelagerten Abscheidestufen kann Plasma die Geruchsfracht deutlich senken und so die Außen- und Innenbelastung reduzieren.

Wann ist eine seitliche Abluftführung statt einer Dachabluft sinnvoll?

Das kann dann sinnvoll sein, wenn bauliche Einschränkungen eine Dachführung erschweren und gleichzeitig eine ausreichende Abluftreinigung vor dem Austritt sichergestellt wird.

Zu bedenken ist auch, dass gerade in Wohnanlagen selbst bei der Dachableitung Belästigung durch Geruch nicht ausgeschlossen werden kann.

Außerdem müssen die langen Kanäle regelmäßig kontrolliert und aufwändig gereinigt werden.

Wie funktioniert die Plasma-Einheit?

Plasma ist der höchste Aggregatszustand nach fest, flüssig, gasförmig. Im Plasma lösen sich Atom- und Molekülverbindungen auf und finden sich nach dem Durchgang durch die Elektrode neu – die sogenannte kalte Verbrennung. Dabei entstehen geruchsfreie und unbedenkliche Verbindungen wie Wasserdampf und geringste Mengen an CO2.
Eventuell entstehende schädliche Verbindungen werden im nachgeschalteten Aktivkohlefilter zurückgehalten. Die Aktivkohle wird ihrerseits laufend durch das Plasma regeneriert.

Welche Rolle spielt Elektrostatik in der Küchenabluft?

Elektrostatische Systeme dienen der Reduktion von Fett- und Partikelanteilen und verbessern damit die Gesamtwirkung nachgeschalteter Abluftreinigungssysteme.